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Spirituosen


Weder in der Bewirtungsbranche noch für den privaten Gebrauch sind Spirituosen nicht ohne Weiteres wegzudenken. Da empfiehlt es sich, ein gewisses Grundwissen zum Thema der Spirituosen zu besitzen. Was zeichnet eine Spirituose aus? Was beinhaltet eine Spirituose? Welche Marken sind, im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde? Das sind Fragen, die sich Interessenten auf Anhieb stellen.

Exakte Informationen über Spirituosen liefert auf rechtlicher Basis die „Spirituosen Verordnung“ der Europäischen Union. Laut deren Definition handelt es sich bei Spirituosen um alkoholische Flüssigkeiten, die zum menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Ein Alkoholgehalt von mindestens 15 Prozent vorgesehen, wobei lediglich Eierlikör eine Ausnahme bildet. Außerdem muss die Flüssigkeit bestimmte organoleptische Eigenschaften vorweisen. Das bedeutet, dass gewisse wahrnehmbare Attribute vorliegen muss, die durch ausgewiesene Experten kategorisiert werden und zwar ohne Zuhilfenahme technischer Geräte. Diese Eigenschaften umfassen dabei Geschmack, Geruch und den optischen Gesamteindruck.
Gemäß dieser europäischen Richtlinie handelt es sich bei Spirituosen außerdem um Getränke, deren Grundlage das Ergebnis einer Destillation natürlich vergorener Grundsubstanzen bildet. Das Enderzeugnis kann sich daraufhin unterschiedlich zusammensetzen. Somit zählen reine Destillate ebenso zu den Spirituosen wie Gemische aus Zusätzen verschiedener Aromen oder weiteren Spirituosen. Auch Äthylalkohol oder Destillate anderen Ursprungs sind zulässig, ebenso wie andere alkoholhaltige Getränke.

Unabhängig vom Herstellungsprozess werden Spirituosen auch aufgrund ihrer Ausgangsstoffe unterschieden. Somit differenziert sich die Flüssigkeit in zuckerhaltige und in stärkehaltige Grundstoffe. Der Unterschied besteht darin, dass zuckerhaltige Produkte wie Obst direkt vergoren und verarbeitet werden können, während stärkehaltige Lebensmittel wie Getreide noch zur Gärfähigkeit vorbereitet werden müssen.

Diese grobe Unterteilung wird im nächsten Schritt weiter verfeinert. Die Kategorien bilden sich hierbei aus der hauptsächlichen Grundsubstanz. Insgesamt wird nach sechs verschiedenen Grundstoffen/-kategorien sortiert. Eine Hauptsubstanz ist Wein, aus dem Branntweine mit mindestens 37,5 Prozent Alkohol hergestellt werden. Dies sind beispielsweise Cognac wie Hennessy oder Armagnac aus Frankreich. Ebenfalls dazu zählen Weinbrand und Brandy mit 36 Prozent Alkohol, wie Asbach Uralt und Veterano. Für deutschen Weinbrand gilt übrigens ein Mindestalkoholgehalt von 38 Prozent mit einer Obergrenze von 86 Volumenprozent. Dazu zählen Marken wie Chantré und Mariacron. Ebenfalls in diese Kategorie zählen Tresterbrand und Trester aus Trauben mit 37,5 Prozent wie Grappa oder Raki.
Eine weitere Kategorie bildet Spirituosen auf Grundlage von Getreide mit mindestens 35 Prozent Alkohol. Dies ergibt beispielsweise Kornbrand mit 37,5 Volumenprozent oder Klaren Korn mit 32 Prozent, wie von der Firma Kemper. Ebenfalls hier eingeordnet wird Whisky aus europäischen Ländern wie Schottland, Irland und Deutschland mit den bekannten Marken Aberfeldy, Tullamore Dew und Fleischmann. Aber auch Whiskey von außerhalb der EU zählt hierzu.
Einen weiteren Rohstoff stellt Obst dar, aus dem Obstbrand mit 37,5 Prozent gewonnen wird, wie beispielsweise Kirschwasser oder Williams Birne. Diese Kategorie beinhaltet auch Brände aus Apfel- oder Birnenwein wie Calvados sowie Korinthenbrand. Vergleichsweise wenig Alkohol beinhalten dahingegen Obstspirituosen mit 25 Volumenprozent.
Weiterhin wird unterteilt nach der Grundlage von Äthylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, der mit Wacholderbeeren (Genever, Gin, wie z.B. der Monkey 47 Schwarzwald Gin), Kümmel (Akvavit) oder Anis (Ouzo) aromatisiert wird. Vodka ergibt sich dabei durch eine so genannte Rektifikations-Filtration.
Die letzten beiden Kategorien ergeben sich aus „Sonstigen Rohstoffen“. Hierzu zählen Zuckerrohr, zur Herstellung von Rum wie Bacardi. Aber auch Enzian, der in Südtirol verarbeitet wird und Liköre mit 15 Volumenprozent und mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter. Aber auch Eierlikör wie der Verpoorten und Likörcrème zählen dazu.
Die Thematik ist denkbar umfangreich, aber nicht minder interessant, sodass sich Interessierten ein spannendes Erfahrungsfeld im Bereich der Spirituosen öffnen kann.

 

Spirituosen: Zahlen und Informationen

Ein Verdauungsschlückchen nach einem guten Essen, ein guter Whisky am Kamin oder ein Klarer zum „Herrengedeck“ – Spirituosen werden konsumiert, weltweit und in großen Mengen. Beliebt sind die Schnäpse nicht nur in kleinen Gläsern, sondern stellen auch die Basis für Long Drinks und Cocktails dar. Jeder Supermarkt bietet eine große Auswahl der hochprozentigen Getränke an, die sich von anderen Alkoholika vor allem durch ihren Alkoholgehalt unterscheiden. Mindestens 15 Volumenprozent Alkohol müssen sie enthalten, um als Spirituosen zu gelten. Bei allen Unterschieden ist ihnen gemeinsam, dass sie durch das Destillieren vergorener pflanzlicher Erzeugnisse hergestellt werden. 

Am beliebtesten, zumindest in Deutschland: Der Klare. Mit 37% Absatzanteil in den deutschen Verbrauchermärkten (Stand 2011) liegt er ganz klar an der Spitze der beliebtesten Spirituosen in Deutschland. Mit 26% Absatzanteil folgen danach die Liköre, auf Weinbrand und Cognac fallen nur noch 13%. Der für Mischgetränke so beliebte Rum teilt sich erstaunlicherweise mit Whisky und Soft-Spirituosen die letzten Plätze: Diese Getränke erreichen jeweils nur 8% des Absatzanteils.

Insgesamt werden in Deutschland pro Kopf 5,4 Liter Spirituosen im Jahr verbraucht (Stand 2010). Eine beträchtliche Menge Flüssigkeit, die jedoch die Deutschen noch lange nicht zu Weltmeistern im Schnapstrinken macht. Südkorea brachte es im selben Jahr (2010) auf 24,7 Liter pro Kopf – fast fünfmal so viel wie in Deutschland.

Spirituosen sind in Deutschland aber nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein wichtiges Geschäft. In 61 Betrieben werden landesweit Spirituosen produziert und Arbeitsplätze gesichert. Der Umsatz alleine durch Spirituosen lag 2011 bei stolzen 2,37 Milliarden Euro – ein beträchtlicher Faktor für die deutsche Wirtschaft.

Quelle: Statista