Whisky als Geldanlage

Ein gutes Glas Whisky ist ein geschätztes und zu Recht auch häufig kostspieliges Genussmittel.Insofern verwundert es nicht, dass eine relativ hohe Nachfrage besteht und die Preise gerade für alte, seltene Bestände immer weiter in die Höhe schnellen.

Von daher kann, wer die Preiskurven für längere Zeit beobachtet, durchaus auf die Idee kommen, dass sich eine Investition in Whisky lohnt.
Zwar ist er als „trinkbare Geldanlage“ nicht allen Liebhabern so bekannt wie das Sammeln von Wein den entsprechenden Kennern – und natürlich hat nicht jeder, der gerne ab und an einen hochwertigen Whisky genießt, das Bedürfnis, als Investor tätig zu werden.
Aber dennoch kann sich diese Idee zuweilen bezahlt machen. Wenn man denn in die richtigen Whiskys investiert, da nicht alle Sorten einen gleich hohen Gewinn versprechen.
Das Risiko, sich zu verpokern, ist also durchaus gegeben. Daher sollte man sich im Vorfeld differenziert über die verschiedenen Sorten und ein prinzipielles Procedere informieren. Selbstverständlich ohne prinzipielle Gelinggarantie.

Einige Startbasics

Whisky-Investitionen sind kein Geschäft zwischen Tür und Angel, sondern verlaufen in der Regel über mehrere Jahre, ja sogar Jahrzehnte. Schließlich fällt ein guter Tropfen nur selten schnell vom Himmel, sondern braucht genug Zeit um zu reifen. Ähnlich wie bei Weinen oder auch Kunstgegenständen geht es hier nicht um das Erwirtschaften schneller Rendite, es ist also eine langfristige Planung und Kalkulation gefragt.

Gerade alte Whiskys sind nicht ganz so leicht zu finden wie junge, die es reihenweise
gibt, und daher prinzipiell begehrter und teurer. Insofern verdienen die alten Schätze ein erhöhtes Augenmerk, man benötigt allerdings auch entsprechend mehr Zeit, um sie zu entdecken.

Wer selbst einen genauen Eindruck hat, kann die Lage am Markt viel besser einschätzen, beurteilen und sich somit selbst cleverer verhalten. Gute Marktkenntnisse und ein genauer Überblick über die verschiedenen Brennereien, ihre Verfahren und Vertriebswege helfen dabei, nicht den Überblick zu verlieren.

Ganz wichtig: Selbstverständlich sollte man nur soviel Geld in Whisky investieren, wie im Zweifelsfall hinfällig werden darf, ohne dass ein größerer Schaden entsteht.

Dennoch sollte man etwas großmütig sein. Denn selbst, wenn alle Stricke reißen und man für seinen Whisky am Markt nicht die Rendite bekommt, die man sich erhoffte, kann man seinen Whisky immer noch selbst trinken oder einem geschätzten Mitmenschen zum Geschenk machen. Ein hysterischer Panikverkauf ist also nicht notwendig.

Lohnt sich Whisky als Kapitalanlage überhaupt?

Bei der Betrachtung zwei aktueller Zeitfaktoren kann man zumindest aktuell durchaus zu diesem Schluss kommen:
Einerseits kommen immer mehr Whisky-Sorten auf den Markt, sodass die ihre Anzahl so groß ist, dass man sie kaum noch überblicken kann – was vor allem für unbekanntere Whiskys gilt.
Daneben wächst der asiatische Markt mit Indien und China immer mehr, weshalb es auch in den nächsten Jahrzehnten genug Abnehmer geben dürfte.
Die Folge ist ein vergleichsweise hoher Mangel an den besagten alten Whiskys, der sie als Kapitalanlage interessant werden lässt.

Welcher Whisky sollte man nehmen?

Am ehesten lohnt sich ein Single Malt Scotch Whisky. Bei ihm sollte man darauf achten, dass es sich um eine limitierte Auflage von weniger als 10.000 Flaschen handelt – so liegt der Startpreis dann bereits bei 100,-€ aufwärts und die Rendite fällt einfach höher aus.

Gleichzeitig sollte man im Blick haben, dass der Whisky optimalerweise von einer bekannten Destillerie wie Dalmore, Macallan oder Ardbeg kommt und von dieser selbst vertrieben wird. Es handelt sich folglich um den Nachfrage-Klassiker „je bekannter der Hersteller, desto größer die gezielte Nachfrage und desto bessere der Preis“.

Zudem lohnen sich Single Cask Abfüllungen in Fassstärke. Gerade Jahrgangsabfüllungen der 1960er und 1970er Jahre überschreiten aufgrund ihrer Seltenheit bereits sehr häufig die 1.000,- € Startgrenze. Besonders interessant, aber auch entsprechend schwer zu finden, sind die die noch weiter zurückliegenden Jahrgänge, die ähnlich teuer oder sogar noch teurer gehandelt werden.

Und unter Umständen erweisen sich Abfüllungsserien von ihrer finanzstarken Seite. Schließlich bringt eine komplette Reihe manchmal mehr als alle Flaschen der Reihe für sich alleine betrachtet.

Fazit: Bei so vielen Möglichkeiten ist Geschick gefragt – und ein passender Käufer.

Wie verläuft der Verkauf?

Eine Möglichkeit: Man tauscht diversen anderen Sammlern getreu dem Motto „eine Hand wäscht die andere“.
Allerdings werden vor allem die Leute, die den Wert bestimmter Sorten kennen, nicht unter deren Wert tauschen – und derjenige, dem es eher um den Geschmack geht, ist nicht unbedingt ein kühl kalkulierender Investor.
Dennoch lohnt sich ein Besuch der Sammlerforen und -netzwerke, weil man hier die durchaus zuweilen die Chance bekommt, seinen Whisky seriös und zu einem fairen Preis zu verkaufen.

Wo wird der Whisky ansonsten gehandelt?
Am besten arbeitet man mit spezialisierten Auktionsplattformen wie Bonhams, Scotch Whisky Auctions oder Mulberry.
Des Weiteren kann der Verkauf über eBay laufen; diese Vorgehensweise bietet sich allerdings nur eingeschränkt an, da die eBay-Gebühren je nach Verkaufspreis des Whiskys recht hoch sind und den Gewinn dadurch minimieren.

Bevor man seine Schätze verkauft, sollte man jedoch den jeweils aktuellen Wert der Whisky-Sorten feststellen:
Möglicherweise hat man jahrelang den Markt studiert, kennt sich also selbst in Preisfragen in- und auswendig aus.
Alternativ verfolgt man entsprechende Auktionen an großen Internetmarktplätzen. Der Knackpunkt dabei ist jedoch, dass dort nur selten die wirklich teuren Whiskys (über 1.000,-€ Marktwert) gehandelt werden. Man muss also leider häufig aufhören, bevor es wirklich spannend wird.
Ansonsten kann man sich an den World Whisky Index oder an Unternehmen wie das schottische Whisky Highland wenden, die ebenfalls mit den neuesten Bewertungs- und Preisständen vertraut sind.

Gutes Gelingen!

1 Kommentar zu Whisky als Geldanlage

  1. Andreas martin // 9. Mai 2015 um 00:11 // Antworten

    Ich habe sehr gute Erfahrung mit der whisky Investments in Kerken gemacht. Die kaufen den whisky, lagern ihn und verkaufen wieder wenn der Kunde wünscht. Super, zu empfehlen! Seite http://www.whisky-Investments.de

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