Einmal um die Welt her-Rum: Jamaika

In der ganzen Welt sind die Einwohner der Karibikinsel Jamaika für ihren entspannten Lebensstil bekannt. Hier wurde der Reggae erfunden und die Glaubensrichtung der Rastafari. Das legendäre Bob-Team, dem im Film Cool Runnings ein Denkmal gesetzt wurde, stammt von der Insel und natürlich Bob Marley. Jamaikaner sind mit ihren Rastalocken und einer ansteckend euphorischen Lebensweise überall auf der Welt gern gesehene Exoten. Aber wie viele Menschen wissen auch, dass Jamaika eine wahre Rum-Insel ist? Nun, nach der Lektüre unseres kleinen Artikels werden Sie auf jeden Fall dazu gehören!

Jamaika wurde schon 1000 Jahre vor Christi Geburt von südamerikanischen Indianern besiedelt. 1493 kamen die Spanier und brachten das Zuckerrohr mit sich. Doch erst als Nachfrage und Preise für das Zuckerrohr in der Alten Welt explodierten, setzte sich der Anbau auch auf Jamaika durch. Zum Ende des 17. Jahrhunderts zeigte die englische Krone reges Interesse an der Insel und beanspruchte sie schließlich von den Spaniern.

Als Gouverneur des nun britischen Eilandes sollte Captain Henry Morgan dienen. Ganz Recht, der schneidige Kerl von der Rum-Flasche! In seiner Zeit ging es drunter und drüber. So wurde 1692 der Sitz der Engländer auf Jamaika, Port Royale, von einem Erdbeben zerstört. Für die gläubigen Christen ein sicheres Zeichen, dass Gott das unselige Treiben strafe. Offenbar meinte man, unter Morgan einen Sittenverfall beobachten zu können. Das ist wenig verwunderlich, hatte man doch mit Morgan einen Piraten und Freibeuter zum Gouverneur gemacht.

Der jamaikanische Rum gilt als besonders schwer und wird häufig mit leichteren Rumsorten aus der Karibik vermählt.
In Jamaika ist zudem ein spezielles System in Kraft: Das Zuckerrohr wird halbstaatlich angebaut und in einem gemeinsamen Pool verwaltet, die Melasse wird dann an Firmen in privater Hand zurück verkauft. Auch wenn das System nicht gerade effizient ist, haben sich auf Jamaika doch einige exzellente Rum-Destillerien mit ihren Premium-Produkten auf dem internationalen Markt durchgesetzt.

Captain Morgan: Globale Erfolgsgeschichte dank walisischem Halsabschneider Freibeutercaptain morgan

Captain Morgan ist eine Erfolgsgeschichte. Durch eine massive Werbekampagne ist es der Marke gelungen, den Bekanntsheitsgrad erheblich zu steigern.

Dabei ist Captain Morgan nicht nur Kult, sondern Multi-Kulti. Zwar gibt es die historische Figur des walisischen Captain Henry Morgans, der in den Diensten der britischen Krone auf Jamaika Karriere machte, wirklich, mit dem Rum hat er aber wenig zu tun. 1944 beschloss der kanadische Spirituosen-Riese Seagram, einen Rum mit Konterfei und Namen des Kapitäns auf den Markt zu bringen. Dazu kauften sie die Destilliere Long Pond auf Jamaika.

Der Markenname Captain Morgan erwies sich dabei als Verkaufs-Hit. Die Marke wechselte im Laufe ihrer 70-jährigen Geschichte einige Male den Besitzer und auch den Herstellungsort. Der Erfolg des Rums liegt aber keineswegs nur am klangvollen Namen, sondern auch an dem Rezept, das über die Jahrzehnte veredelt und verbessert wurde.

Dabei wird Captain Morgan in Deutschland nicht als Rum verkauft, weil er mit 37,5% unter dem nötigen Alkoholgehalt von 40% liegt. Er gilt als „Spirituose auf Rum basierend.“ Schmecken tut er trotzdem. Als In-Rum für Cocktails und in Bars läuft er bei der jungen Generation gerade Bacardi den Rang ab.

Das bekannteste Produkt der Marke ist dabei der Captain Morgan Spiced Gold. Wir empfehlen als Premium-Abstecher in die Brennerei des alten Brandschatzers einen Captain Morgan Private Stock. Der kommt auf 40% und ist damit ein waschechter Rum. Der hätte Kapitän Morgan sicher auch geschmeckt.

Aplleton Estate: Mehr als 350 Jahre Erfahrung

Die Destillerie Appleton Estate gehört zu Jamaika wie Bob Marley oder die Rastas. Der Premium-Hersteller ist vor allem für seine dunklen und schweren Rums bekannt. Die Ursprünge des Unternehmens lassen sich bis ins Jahr 1657 zurückverfolgen, als die Engländer die Insel von den Spaniern übernahmen.

Mit dem Appleton Estate 21 Jahre haben wir einen besonderen Schatz in unserem Lager, der den typischen Charakter des jamaikanischen Rums vollends einfängt.

Coruba: Besonders weich durch Lagerung in kleinen Fässern

Der Coruba ist eine altehrwürdige Marke, die auf Jamaika ihren Sitz hat. Sie teilt mit dem Aplleton Estate einen gemeinsamen Besitzer. Im Lauf des späten 20. Jahrhunderts gerieten viele jamaikanische Brennereien in den Strudel eines globalisierten Spirituosenmarkts. So gehört Coruba heute zur italienischen Marke Campari. Natürlich wird der Rum weiter auf Jamaika nach althergebrachter Tradition hergestellt.

Der Coruba-Rum wird in besonders kleinen Fässern gelagert, wodurch der Kontakt zum Holz noch intensiver wird.

Mit dem Coruba 18 Jahre haben wir ein Kleinod aus Jamaika in unserem Angebot, das sich für besondere Anlässe oder als ein ausgewähltes Geschenk empfiehlt.

Old Pascas: Der neue Captain Morgan?

Der Old Pascas wird im Copper-Still Verfahren destilliert und ist ein Shooting-Star unter den jamaikanischen Rum-Sorten. Mit seinem vollmundigen Geschmack ist er ein idealer Bestandteil für Cocktails wie den Mojito oder den Daiquiri. Natürlich schmeckt er auch on the rocks.

Den Old Pascas Jamaica Rum finden Sie zusammen mit den anderen hier vorgestellten und vielen anderen Rum-Spezialitäten (nicht nur aus Jamaika und der Karibik) in unserem gut sortierten Online-Shop.

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