Änderung des Konsumverhaltens bei Spirituosen

Vom Gutem nur das Beste

Das Konsumverhalten des Menschen hat viele Parallelen zum Wetter, beide ändern sich mehr oder weniger unvorhersehbar und erstellte Vorhersagen treffen selten zu. Das Konsumverhalten beim Kauf von Spirituosen ist seit Jahren in Bewegung geraten. Ist für die eine Käufergruppe, der mehr oder weniger zündende Werbeslogan – Geiz ist geil – die Motivation zum Kauf der niedrigpreisigen Alkoholika, greift die ständig anwachsende Käuferschicht den Ausspruch von Oscar Wilde auf, der besagt – mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste – und genehmigt sich nur die auserlesenen Spirituosen in Topqualität aus dem oberen Preissegment.
Das heißt nicht, dass Geld keine Rolle spielt, der Grund für dieses Verhalten liegt ursächlich im Genuss der hochwertigen Ware. Denn insgesamt wird weniger getrunken. Klasse statt Masse oder Qualität vor Quantität sind der Grund für den Genuss der Außergewöhnlichen.

Gin & Co. als regalfüllendes Angebot

Monkey 47 Gin aus dem Schwarzwald

Monkey 47 Gin aus dem Schwarzwald

War das Angebot in den Supermärkten noch vor Jahren überschaubar und Auswahl auf einige Marken beschränkt. Kann man heute davon ausgehen, dass auch die besseren, hochpreisigen Spirituosen ihren bevorzugten Platz im Regal einnehmen.
Auffallend ist auch, dass in den Städten immer mehr Fachgeschäfte für hochwertige Genussmittel mit mehreren Spezialitäten-Abteilungen, wie Spirituosen oder Tabakwaren eröffnet haben. Diese bedienen nicht nur den Hochpreissektor, sondern führen auch die besonderen Spezialitäten, wie deutsche Sonderbrände, nummerierte Flaschen aus Spezialbränden und Lagerungen. Sie wissen, um die Sonderwünsche ihrer Klientel und treffen bei der Zusammenstellung des Sortiments die richtige Auswahl.

Deutschlands Brenner und die Klaren

Deutschlands Obstbrände und die Klaren sind weit über Deutschlands Grenzen bekannt, zum Teil werden sie weltweit vertrieben und geschätzt. Die Destillation von Hochprozentigen hat eine lange Tradition. Korn, Aquavit, Weinbrand und Obstbrände aus verschiedensten Obst- und Beerensorten, alle sind hochprozentig haben mindestens 37,5 Volumenprozent, ein Korn 32 % Vol. Doppelkorn 38 % Vol. Die Versuche Gin auch in Deutschland herzustellen, ziehen sich durch die vergangenen Jahrzehnte. Es waren die Engländer, die nach Kriegsende während der Besatzungszeit den Gin wieder in die Erinnerung brachten. Und ein englischer Pilot entwickelte im Schwarzwald unter Verwendung einheimischer Kräuter eine Rezeptur für „seinen“ Gin, das Rezept für den heutigen deutschen „Gin Monkey 47.“ Inzwischen wird Gin in vielen Bundesländern gebrannt, teilweise sehr erfolgreich mit vielen Auszeichnungen, auch international. In Deutschland zählen einige zu den hochpreisigen und besonders geschätzten Gins.

„Adler Berlin Dry Gin, Greenfield & Harter“
hergestellt in der Preußischen Spirituosen Manufaktur in Berlin

„The Duke Munich Dry Gin“
in Handarbeit in München, Schwabing hergestellt

„Secret Treasures Old Tom Gin“
Brennmeister Hubertus Vallendar GmbH & Co. KG Kail, Rheinland-Pfalz. Als Obstbrenner hat er seine ganze Brennkunst in den Gin aus der Pfalz eingebracht.

„Noordkorn“
Für „das Kontor“ Matthias Fuchs in der Stadt Norden von der Brennerei Hubertus Vallendar in Kail hergestellter Wacholdergeist, der wohl eher ein atypischer Gin ist. Die verwendeten niedersächsischen Inhaltsstoffe lassen diese Vermutung zu.

„Monkey 47 Dry Gin“

Er ist wohl der erste und bisher einzige Gin der seine Heimat im Schwarzwald hat und von Alexander Stein und Christoph Keller, Black Forest Distillers in Loßburg-Betzweiler hergestellt wird. Auf der Basis des Originalrezeptes vom Briten Montgomery Collins wird der Monkey 47 Dry Gin unter der Verwendung von genau 47 Zutaten destilliert. Er hat einen Wacholdergeschmack mit leichtem Anklang an Zitronen, ist dabei lieblich und leicht herb fruchtig.

„Palatinus Dry Gin“
aus der Pfalz von der Destillerie Thomas Sippel in Weisenheim am Berg.
Der Palatinus ist ein echter Dry Gin und nicht gerade zart besaitet, er hat immerhin 47 % Vol.
Zutaten sind unter anderem Wacholder, Koriander, Zitrusfrüchte und viele Blüten aus den Wäldern und Wiesen der Nordpfalz. Er ist hart im Nehmen und natürlich auch im Geben. Pur – lieber nicht, als Gin Tonic jederzeit. Mixgetränken gibt er seine eigene ganz spezielle Note.

Deutscher Whisky – warum eigentlich nicht
Eine große Fangemeinde hat er noch nicht, der deutsche Whisky. Das kann aber sehr schnell geschehen, denn einer der sogenannten Whisky-Päpste, Jim Murry, geizt nicht in seinem Urteil und bei der Verkostung einiger Whiskys gab es viel Lob und noch mehr Punkte.

So brachte es der
„Spinnaker Single Cask Malt Whisky Fassstärke Cask 1“ von der Whisky-Destillerie Blaue Maus in Eggolsheim/Neuses (Bayern) mit der Abfüllung 06/2015 des Whiskys, destilliert im Juni 1988, auf stolze 97 Punkte.

Der vierjährige
„Valerie – Amarone Single Malt Whisky“ der Brennerei Feller, Dietenheim-Regglisweiler (Baden-Württemberg) immerhin auf 95,5 Punkte.

Die deutschen Erzeugnisse Gin und Whisky bestehen den Vergleich mit der internationalen Konkurrenz. Sie werden bei den höherpreisigen, qualitativ besonders anspruchsvoll eingeordnet, hier haben sie ihr spezielles Genießer-Potential.

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