5 Whiskys, die man mal probiert haben sollte

Manchmal könnte man meinen, die ganze Spirituosenkultur drehe sich nur um den Whisky. Er wird besprochen wie ein gutes Buch. Es gibt ein eigenes Vokabular, fast eine eigene Sprache für ihn. Und wer in die höheren Kreise der Gesellschaft aufsteigen möchte, besucht heute nicht nur ein Knigge-Seminar, sondern macht auch einen Whisky-Kurs mit. Aber womit hat der Whisky so viel Aufmerksamkeit verdient? „Mit Recht!“, sagen wir und stellen Ihnen fünf Schätze aus unserem Fundus vor. Fünf Whiskys, die man mal probiert haben sollte.

Suntory Yamazaki 12 Jahre

Der Suntory Yamazaki kommt, wie der Name unschwer vermuten lässt, aus Japan. Der Single Malt hat schon einige internationale Auszeichnungen abgeräumt. Er duftet süß und die Zunge eines Kenners entlockt ihm Honig-Aromen. Im Geschmack ist er angenehm mild und harmonisch. Der Hersteller Suntory gehört zu den ältesten Brennereien auf Japan. Seit 1899 existiert die Firma, seit 1921 ist man im Whisky-Geschäft. Die Destilliere befindet sich heute in Kyōto. Suntory haben wir auch einen exzellenten Film zu verdanken. Denn in den 70er-Jahren begann die Firma mit der Produktion von Werbespots, für die extra Hollywood-Stars eingeflogen wurden. Darunter auch Francis Ford Coppola, der Regisseur des Paten. Dessen Tochter Sofia Coppola musste die Reise mitmachen. Später verarbeitete sie diese Erfahrungen im Film „Lost in Translation“. Der Hauptdarsteller des Films (Bill Murray) strandet im fremden Tokio zu einem Dreh für einen Suntory-Werbespot.

Bruichladdich 18 Jahre

Der Bruichladdich gehört wie andere Whiskys mit Zungenbrechern als Namen zu den schottischen Edelmarken. Er wird auf der Insel Islay in Schottland gebrannt. Die Whisky-Insel gehört zu den Inneren Hebriden und ist Namensgeber für eine eigene Whisky-Region. Acht Brennereien sind auf der Insel zu Hause, die von nicht einmal 4000 Menschen bewohnt wird. Der Bruichladdich ist der Traum jedes Puristen: Er wird ohne Kältefiltrierung oder Farbzusätze hergestellt. Den ersten Teil seines Schlafes verbringt er in amerikanischen Eichenfässern, den zweiten in Fässern, die vorher Wein aus Lourdes beherbergten. Das sorgt für einen frischen und fruchtigen Geschmack. Bei den Fruchtaromen lassen sich Melone und Passionsfrucht herausschmecken. Für einen schottischen Whisky von den Inseln ungewöhnlich: Der Bruichladdich zeichnet sich durch eine geringe Torfung aus. Der Bruichladdich ist ein idealer Einstieg in die Welt hochklassigen Whiskys, der seine Komplexität mild und zart entfaltet und die Geschmacksnerven nicht überfordert. Ein Verführer, kein Eroberer.

Sullivans Cove Double Cask

Wer einen Exoten zu schätzen weiß, ist mit dem Sullivans Cove Double Cask ideal bedient. Denn der stammt aus Tasmanien, einer Insel südwestlich von Australien, die starke britische Wurzeln aufweist. Die Brennerei Sullivans verwendet ausschließlich Zutaten von Tasmanien (nur die Fässer, in denen der Whisky lagert, importiert man) und gibt weder Farb- noch Zusatzstoffe bei. Ihr Cove Double Cask zeichnet sich durch eine cremige Geschmackspalette aus und eignet sich für ein illustres Zusammensein mit Freunden. Im Finish sind Honig-Aromen und leichte Anleihen an Milch-Schokolade zu schmecken.

Smokehead Extra Rare 1 Liter

Der Extra Rare von Smokehead ist für fortgeschrittene Whisky-Kenner eine Geschmacks-Reise wert. Der Islay-Whisky verfügt über eine dominante Torf-Note. Die gilt vielen Kennern als das eigentliche Whisky-Erlebnis, ist aber nichts für zarte Gemüter. Der Smokehead schmeckt würzig und salzig. Er überrascht mit ungewöhnlichen Aromen wie Pflaumenmus oder Ingwer. Ein Whisky für echte Kerle und ein tolles Geschenk zu einem runden Geburtstag.

Johnnie Walker Gold Label Reserve

Johnnie Walker gehört zu den bekanntesten Marken weltweit und hat es in Deutschland auch dank Marius Müller-Westerhagen zu einiger Popularität gebracht, dessen Hymne “Johnny Walker“ (mit „y“) ist ein regelrechter Ohrwurm. Der Gold Label Reserve ist mit das Beste, was der schottische Hersteller zu bieten hat. Der Blend gilt als süß und mild. Durch die lange Lagerung erreicht er eine komplexe Reife.

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